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Wildbook: Facebook für Tiere

Hilfe für bedrohte Arten

Wildbook: Facebook für Tiere

Nach Instagram, Twitter und Co. kommt jetzt das Wildbook. Ein Open-Source-Projekt, das ins Leben gerufen wurde, um bedrohte Tierarten vor dem Aussterben zu retten. Bei diesem sozialen Netzwerk handelt es sich um eine Art Facebook für Tiere. Wie genau die Plattform funktioniert, haben wir für Sie zusammengefasst.

Arterhaltung durch künstliche Intelligenz (KI)

Das Netzwerk arbeitet mit künstlicher Intelligenz und soll Tierschützern einen Überblick über die Population der bedrohten Tiere geben. Jeder User hat die Möglichkeit, Fotos und Videos von gefährdeten Tieren hochzuladen. Die Tiere bekommen ein eigenes Profil, wodurch sie besser zugeordnet und kontrolliert werden können. Naturschützer gewinnen so einen guten Überblick über die Tierpopulation. Besonders gefährdete Tierarten können durch die Aufnahmen der Exemplare katalogisiert werden.

Sie fotografieren beispielsweise ein Zebra oder einen Elefanten auf Ihrer Foto-Safari und laden das Bild anschließend in die Cloud des Wildbooks. Das System versucht das darauf abgebildete Tier einer digitalen Herde zuzuordnen. Somit ist es möglich, den Bestand einer Tierart georeferenziert zu dokumentieren. Zusätzlich können noch weitere Informationen manuell eingefügt werden. Dazu gehören u.a. das Alter des Tieres, sein Geschlecht oder wo Sie das Tier fotografiert haben. Wildbook arbeitet mit einer KI-gestützten Mustererkennungssoftware, um die jeweiligen Tiere zu unterscheiden. Sie funktioniert ähnlich wie die Gesichtserkennungssoftware, die Punkte im Gesicht des Menschen vergleicht.

Da Tiere aber nicht immer stillstehen und sich von vorne fotografieren lassen, wendet die Software von Wildbook sein Mustererkennungswerkzeug auf andere Körperteile an. Heißt: Experten wählen bestimmte Alleinstellungsmerkmale des Tieres aus, wie z.B. die Streifen eines Zebras, und die Maschine kann diese dann unterscheiden und dem richtigen Tier zuordnen.

Bis Sie aber selbst Bilder hochladen können, wird es noch dauern. Nach eigenen Angaben des Open-Source-Projekts soll Wildbook in rund drei Jahren live gehen. Mehr Infos zu Wildbook finden Sie hier

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Autor: Redaktion