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Von wegen Schwamm drüber

Von wegen Schwamm drüber

Ganz ehrlich, wie oft wechseln Sie eigentlich Ihren Küchenschwamm? Einmal die Woche, einmal im Monat oder gar seltener? Wir gehen für Sie der Frage nach, ob unsere Spülschwämme wirklich so schlimm verkeimt sind, wie immer behauptet wird und geben Tipps, wie Sie Bakterien vermeiden können.

Der Küchenschwamm – ein Paradies für Bakterien

Wer kennt es nicht, schnell noch mit dem Küchenschwamm über die Arbeitsflächen gewischt, dann den Schwamm wieder in die Spüle geworfen und sauber ist die Küche. Wie viele Bakterien Sie so in Ihrer Küche verteilen, möchten Sie besser nicht wissen. Aber nicht nur die gelben oder grünen schwammigen Putzfreunde sind wahre Biotope für Keime. Auch in der Spüle, auf der Arbeitsfläche oder im Geschirrspüler fühlen sich Bakterien sehr wohl.
 
Bakterien lieben feuchte Wärme und ausreichend Nahrung. Der Küchenschwamm, in dem sich neben Essensresten immer auch ein wenig Feuchtigkeit befindet, empfiehlt sich als das perfekte Wellness-Hotel mit „All you can eat“-Buffet für Bakterien. Einmal eingecheckt, bekommt man sie schwer wieder los. Bis zu 50 Milliarden Bakterien leben in einem einzigen Kubikzentimeter Schwämmchen. Überraschenderweise ist es eher kontraproduktiv, den Schwamm regelmäßig auszuwaschen. Dadurch werden nur die schwachen Bakterienarten getötet, während die starken, zum Teil auch antibiotikaresistenten, überleben und sich weiter ausbreiten. Für müffelnde Küchenschwämme ist das nachgewiesene Bakterium „Moraxella osoloensis“ verantwortlich, das die übelriechenden Stoffe produziert.
 
Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, dann sollten Sie die einzig wirklich wissenschaftliche Methode zur Bakterienbeseitigung im Schwamm durchführen. Und zwar ihn wöchentlich austauschen und wegschmeißen. Das ist besonders für Haushalte wichtig, in denen Menschen mit einem geschwächten Immunsystem leben.

Tipps, um Bakterien in der Küche vorzubeugen:

  • Schwämme regelmäßig austauschen, am besten einmal die Woche
  • Geschirr richtig spülen – immer mit Spülmittel und warmem Wasser
  • Geschirr nicht lange einweichen lassen, warmes Wasser ist der ideale Nährboden für Bakterien, Spülmaschine immer mit mindestens 60 Grad laufen lassen
  • Spüle täglich reinigen
  • Geschirrspüler regelmäßig reinigen, nach dem Waschgang immer Essensreste aus dem Sieb entfernen, ab und zu einen Maschinenreiniger anwenden
  • Arbeitsflächen von Lebensmittelresten und Krümeln nach der Benutzung befreien
  • Waschen Sie immer gründlich Ihre Hände

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Autor: Redaktion