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Weniger ist mehr: So verzichten wir auf Industriezucker

Weniger ist mehr: So verzichten wir auf Industriezucker

Industriezucker ist für die Lebensmittelindustrie ein elementarer Bestandteil ihrer Produktion – denn er macht süchtig und hält somit die Käufer bei der Stange. Neben der Sucht gibt es aber noch weitere Nebenwirkungen: Krankheiten wie Diabetes und Übergewicht.

Die gewohnten Verbrecher sind dabei allseits bekannt, Industriezucker wird in Eis, Backwaren und Softdrinks verarbeitet. Doch der Schein trügt: Der Zucker steckt heutzutage fast in allen Lebensmitteln, so etwa in Grundnahrungsmitteln wie Pasta und Reis. Mit all diesen versteckten Zuckerarten nimmt der europäische Durchschnittsbürger pro Jahr 40 Kilogramm Zucker zu sich – Tendenz steigend.

Doch wie soll man dem Industriezucker aus dem Weg gehen, wenn so gut wie jedes Nahrungsmittel aus dem Supermarkt mit ihm durchsetzt ist? Der-Lifestyle-Insider.de hat Möglichkeiten zusammengestellt, die dem Industriezucker den Kampf ansagen!

Die Menge macht es

Komplett auf Industriezucker verzichten muss – und kann – keiner. Aber da der Zucker Suchtpotential hat, heißt es anfangs vor allem die Lust auf Süßes einzudämmen. In kleinen Schritten kommt man so seinem Ziel näher und gewöhnt den Körper langsam an die Umstellung. Statt Keksen kann man etwa zu einem Fruchtsmoothie greifen, da Fruchtzucker für den eigenen Organismus besser als Industriezucker ist. Oder man gibt statt zwei nur einen Löffel Zucker in den Kaffee morgens. Das schafft Bewusstsein, wie viel Zucker man zu sich nimmt. Denn wie bei vielem anderen auch gilt auch für den Zuckerkonsum: Die Menge macht es.

Alternativen finden

Der Markt der Zuckerersatzstoffe ist weit größer, als man annehmen würde. Doch kann man je nach Anwendungsgebiet den Zucker mit vielen mitunter natürlichen Alternativen ersetzen. Bei Getränken bietet sich etwa Stevia hervorragend an, das im Gegensatz zum herkömmlichen Zucker den Blutzuckerspiegel nicht schwanken lässt. Während Stevia aber schwer zu dosieren ist, und daher, wenn man etwa bäckt, weniger geeignet erscheint, kann in diesen Fällen Xylit ein guter Ersatz sein. Was die Menge angeht kann Xylit wie Zucker verwendet werden – wirkt aber bei übermäßigem Konsum abführend. Natürliche Alternativen sind etwa Kokosblütenzucker oder Ahornsirup, die zwar wie Zucker auf den Körper wirken, aber in einem viel geringeren und damit gesünderen Ausmaß.

Heißhunger reduzieren

Wenn die Lust auf Süßes nicht verschwinden mag, können Bitterstoffe bei der Beseitigung des Problems helfen. Sie regen nicht nur die Verdauung an, sondern mindern auch den Appetit auf zuckerhaltiges Essen. Da sie die Geschmacksknospen aber nicht verwöhnen, sind sie nach und nach aus den Lebensmitteln und Haushalten verschwunden. Auch wenn es anfangs Überwindung kostet, mit der Zeit gewöhnt sich der eigene Geschmackssinn an die kleinen Helfer. Wenn der eigene Zuckerwecker wieder klingelt, können Artischockenblätter, Löwenzahn, Enzian oder Wermut diesen verstummen lassen.

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Autor: Julia Weinzierler